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2010-05-25 12:33 von Anni (0 Kommentare)
Moorfrösche wollen sie mal
werden.
Moorfrösche? Das ist
doch eine Rote Liste
Art. Gerettet von meiner lieben Freundin und gehegt und
gepflegt von mir. Doch was gehört
denn zur Pflege einer Roten
Liste Art? Ist meine Wohnung jetzt ein Schutzgebiet?
Die Rote Liste wird seit 1966
jährlich von der „International
Union for Conservation of Nature and Natural Resources (IUCN)“
herausgegeben.
Nach der Gefährdung
werden die Tiere und Pflanzen in eine Skala von 0 (ausgestorben) bis
4 (potenziell gefährdet) bzw. R
(extrem selten);
G (Gefährdung
anzunehmen);
D (Daten mangelhaft)
und V (Vorwarnliste) eingestuft.
Wo ist denn da mein Moorfrosch anzusiedeln?
Stufe
3 - also gefährdet. Der
Lebensraum wird knapp, da sein Lebensraum, Moore und Feuchtgebiete,
zunehmend kultiviert und trockengelegt werden. Außerdem
stört die Fröschlein
ein zu niedriger pH-Wert. Ursache dafür
sind saurer Regen und die dafür
verantwortlichen Luftschadt
stoffe aus
Straßen- und Luftverkehr, sowie
übermäßige
Düngung von landwirtschaftlichen
Flächen mit Gülle
aus der Massentierhaltung.
Besonders imposant ist übrigens
das Moorfrosch-Männchen zur
Paarungszeit. Dann wird der Frosch nämlich
knalle blau.
Durch die Gefährdung und
Seltenheit meiner neuen Mitbewohner fällt
meine Wohnung nun unter einige Richtlinien. Da wäre
zum Beispiel die Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie (FFH Richtlinie).
Europaweit besteht nach EU-Recht deswegen die Verpflichtung, die Art
bzw. deren Populationen in einem "günstigen
Erhaltungszustand" zu bewahren und Schutzmaßnahmen
zu ergreifen
Allgemein gibts jetzt also ein Verschlechterungsverbot für meine Wohnung. Dann kommt da vielleicht noch eine Umweltverträglichkeitsprüfung (VP) auf mich zu. Hm - viel schlechter kanns ja nicht werden, wenn ich mir so den Stapel schmutziges Geschirr angucke... .
Was weniger schwierig sein wird als die VP ist die
Bestandsaufnahme.
Quappen zählen.
Das kann ich.
Schön wärs doch, wenn wir einige Ursachen für die Gefährdung bearbeiten könnten, dann hätte ich nicht mehr so viel Arbeit.
Das
ist mir jetzt aber doch ne Nummer zu groß.
Ich werd die Tiere besser
ganz schnell aussetzen. Aber nur an einem Ort, an dem sie auch gehören,
an dem sie sich auch wohl
fühlen.
Dann geh ich mal
suchen...
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