Film-Tips Archiv 2010

2010-02-03 18:23 Yes Men – The Movie

Yes Men – The Movie

2010-02-03 18:23 von Janik ("lex") (0 Kommentare)

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"The Yes Men" bei einem -fake- Interview
Durch falsche Identitäten, oft mit Hilfe von selbst gestalteten Webseiten von großen Firmen oder staatlicher Organisationen, schleichen (bzw. werden eingeladen) sich die beiden in verschiedene Kongresse, Fernsehinterviews und firmeninterne Veranstaltungen.

Mit verrückten Reden, absurden Projekt- und Produktvorstellungen, wollen die beiden auf das makabere Treiben von (der/die) globalisierten Firmen den Zuhörern vermitteln.


Das die beiden Aktivisten dabei aber dort nicht vordergründig eine Firma oder Regierungsorganisation attackieren, macht dies so effektiv. Oft verstehen die, an sie gerichteten Blosstellungen, Anwesenden das „Zwischenzeilige“ nicht und sind von den teils erheblich absurden Ideen durchaus nicht abgeneigt.


Der Film „Yes Men - Fix the World“ ist praktisch ein Zusammenschnitt von durchgeführten Aktionen zu bestimmten Themen oder (zum Zeitpunkt) aktuellen Ereignissen welche mit Hilfe von versteckten Kameras aufgenommen wurden. Ebenso sind Postmeinungen der Veranstaltungsteilnehmer (versteckte Kamera) mit aufgenommen, welche in aller Herrlichkeit und Deutlichkeit die Abgründe von Firmen(mitgliedern) zeigen, wenn es um Profit geht.

Dabei ist der ganze Film wie eine Dokumentation aufgebaut, indem auch Vertreter von Beratungsfirmen zu Wort kommen. Natürlich wissen diese nicht, dass Sie mit Sozialaktivisten das Interview führen.


Um mal Beispiele. aus Interviews zu zeigen :“Globale Erwärmung ist dumm und kein wirkliches Thema. (...). Wärme ist gesünder, wärme ist angenehmer (...)“; “Globale Erwärmung hat viele Vorteile. Kälte führt zu Tod. Ja, erhöht wesentlich“ (die Todesrate).

The Yes Men bei DEM Fake-Interview, das Schlagzeilen gemacht hat

Und wem die „Yes Men“ jetzt doch irgendwie bekannt vorkommen. Da gab es die Aktion mit der falschen NY-Times Zeitung (2008), in der die Nachrichten reingeschrieben wurden, die wir alle gerne sehen würden. Z.B. das die nationalen Öl-Firmen der USA die Klimaveränderungen per Gesetz unterstützen (müssen) oder der Irak-Krieg beendet wurde.

100.000 Exemplare wurden davon damals gedruckt und verteilt. Logistisch und von der Idee her meines erachtens einmalig in der Kommunikationsguerilla. Diese Aktion ist damals bis in unsere Medienlandschaft rüber geschwappt.

 


Die Subjektive Meinung:

Es lohnt sich in jedem Fall den Film zu schauen. Wer die DvD nicht kaufen möchte, sollte sich ein paar Minuten darum bemühen, Videotheken oder Bekannte darauf anzuprechen.


Links:

http://theyesmen.org/

http://de.wikipedia.org/wiki/Yes_men

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